Teilnehmenden-Interviews
Seit 1997 lernen Menschen aus der ganzen Welt beim ISK. Erfahren Sie mehr über die Personen, die im ISK lernen. Einmal pro Monat führen wir Interviews mit den Teilnehmenden im ISK durch.

Anna Minkenberg
Ukraine

Anna Minkenberg
Ukraine
Heute möchten wir euch Anna Minkenberg, 22 Jahre alt, aus der Ukraine vorstellen.
Liebe Anna, dank der Otto Benecke Stiftung haben Sie ein Stipendium des Garantiefonds Hochschule erhalten und lernen nun seit Mai 2023 am ISK. Diese Woche endet ihr C1-Kurs, danach bereiten Sie sich im Prüfungskurs auf die telc C1 Hochschule Prüfung vor. Warum hatten Sie sich auf dieses Stipendium beworben?
Weil ich mein Studium fortsetzen und mich für einen Master in meinem Beruf bewerben möchte. In der Ukraine habe ich einen Bachelor-Abschluss in Filmregie gemacht.
Wie haben Sie von dem Stipendium erfahren?
Ich habe zufällig ein Video über das Stipendium auf TikTok gefunden. Ich habe sofort die Website gefunden und mich beworben.
Welche Voraussetzungen mussten Sie erfüllen, um das Stipendium zu bekommen?
Ich musste meine Deutschkenntnisse auf B1-Niveau nachweisen. Außerdem musste ich meine Zeugnisse von früheren Ausbildungen vorlegen.
War es einfach, das Stipendium zu erhalten und inwiefern hat Ihnen die Beratungsstelle von Caritas Hannover dabei geholfen?
Es war viel einfacher, als ich auf den ersten Blick dachte. Wenn man alle notwendigen Unterlagen hat, gibt es keine Probleme. Dafür bin ich der Initiative der Caritas Hannover sehr dankbar.
Während des Stipendiums gibt es keine Ferien. Das ist natürlich anstrengend. Welchen Tipp oder welche Tipps haben Sie für andere Stipendiaten, damit sie ihre Motivation nicht verlieren?
Verliert nicht die Hoffnung, macht an den Wochenenden kleine Ausflüge (nutzt diese Chance mit 49 Euro-Ticket:), geht an verschiedenen interessanten Orten spazieren.
Ich wünsche euch Gesundheit und Inspiration und vor allem genug Energie, um alle Schwierigkeiten zu überwinden!
Sie haben neben den Intensivkursen auch an unserer Lernzeit teilgenommen. Können Sie kurz erklären, was man dort macht und wer daran teilnehmen kann?
Wir haben von unserer Lehrerin kreative Aufgaben bekommen, die wir in Gruppen von 2-3 Personen bearbeitet haben. Die Aufgaben waren vielfältig und interessant, wir haben Reportagen gedreht, Krimis geschrieben und aufgenommen, Präsentationen zu verschiedenen Themen vorbereitet und vieles mehr.
Hat die Lernzeit Ihnen beim Erlernen der deutschen Sprache geholfen?
Ja, definitiv.
Würden Sie anderen die Lernzeit empfehlen?
Ja, auf jeden Fall.
Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihr Studium und Ihre Zukunft hier in Deutschland.

Vincenzo Cavalieri
Venezuela

Vincenzo Cavalieri
Venezuela
Heute möchten wir euch Vincenzo Cavalieri, 23 Jahre alt, aus Venezuela vorstellen.
Lieber Vincenzo, Sie sind bald seit einem Jahr in Deutschland. Was hat Sie dazu bewegt, ihr Heimatland zu verlassen und Deutsch zu lernen?
Ehrlich gesagt war die Entscheidung nicht einfach: Ich ließ meine Familie und Freunde in einem anderen Land zurück und beendete mein Studium nicht. Aber meine Ziele waren klar und das motivierte mich, die Entscheidung zu treffen. Ich möchte hier in Deutschland den Titel Mechatroniker erhalten und in einem international anerkannten Unternehmen arbeiten. Leider war dies in meiner Heimat nicht möglich, da es dort nicht so viele Möglichkeiten gibt wie hier. Daher muss man manchmal über die Vor- und Nachteile nachdenken und die Entscheidung treffen, die objektiv die beste für das ist, was man möchte.
Wie haben Sie sich auf Ihren Aufenthalt vorbereitet und wie lange hat es gedauert, von der ersten Planung bis Sie endlich in den Flieger nach Deutschland steigen konnten?
Ich wollte ursprünglich im Februar 2022 nach Deutschland kommen, aber aus Gründen, auf die ich keinen Einfluss hatte, bin ich schließlich im September 2022 gekommen. Während dieser Zeit habe ich mein Bestes getan, um Deutsch zu lernen, mich über Deutschland zu informieren und die letzten Monate mit meiner Familie zu genießen. Außerdem bereitete ich mich mental darauf vor, dass sich mein Leben ändern würde, sobald ich ins Flugzug steigen würde.
Sie haben bereits in Ihrer Heimat angefangen Deutsch zu lernen. Ist ein A1-Zertifikat als Nachweis für das Visum notwendig oder wollten Sie einfach gern schon ein wenig Deutsch sprechen, bevor Sie nach Deutschland kommen?
In meinem speziellen Fall brauchte ich weder ein Visum noch eine Erlaubnis, um nach Deutschland zu reisen, da ich einen europäischen Pass habe und meine Familie italienisch ist. Ich beschloss, mich mit der Sprache vorab zu beschäftigen, weil ich wusste, dass eines meiner Ziele darin bestand, gleich nach meiner Ankunft in Deutschland Deutsch zu lernen.
Was hat Sie besonders verwundert über die Deutschen und Deutschland?
Das typische Stereotyp ist, dass die Deutschen kalt, regelliebend, unsympathisch, langweilig und ernst sind, aber seit ich hier bin, habe ich gemerkt, dass es nicht so übertrieben ist, wie es scheint. Es sind sehr aufrechte, edle, respektvolle, gebildete und korrekte Menschen. Natürlich gibt es Menschen, deren Einstellung eher dem typisch deutschen Klischee entspricht, aber die große Mehrheit der Deutschen hat sich als nette Menschen erwiesen. Ich habe sogar Deutsche getroffen, deren Sinn für Humor denen von Latinos ähnelt, von denen ich aber nicht erwartet hatte, dass sie so herzlich sind wie Latinos.
Was gefällt Ihnen am besten an Deutschland und speziell an Hannover und was mögen Sie vielleicht nicht?
Mir gefällt, dass es keine so große Stadt ist, es gibt alles und sie ist sehr vielseitig, sie hat die perfekte Größe. Abgesehen davon scheint es mir eine ausgezeichnete Stadt zu sein, um den Lebensrhythmus der Deutschen zu verstehen, da ich in meinem Fall noch nie in Europa war und ich finde, dass Hannover eine ausgezeichnete Stadt ist, um in diesem Land ein neues Leben zu beginnen. Und schließlich ist die Lage Hannovers auf der Deutschlandkarte von Vorteil, wenn Sie in andere Teile des Landes reisen möchten, und eignet sich auch hervorragend zum Deutschlernen, da der "Hannoveraner Akzent" überall verstanden wird.
Als Sie nach Deutschland gekommen sind, haben Sie zunächst an einer anderen Sprachschule gelernt und sind nach A2 dann zu uns gewechselt. Warum wollten Sie am ISK lernen und wie haben Sie von uns erfahren?
Ursprünglich bin ich zum ISK gegangen, weil in meiner anderen Akademie auf der nächsten Stufe kein Platz mehr war, und es ist gut, dass das passiert ist. Die ISK-Lehrer haben viel Erfahrung und erklären sehr gut. Mir gefällt sehr, dass das ISK außerschulische Aktivitäten durchführt, bei denen man Menschen anderer Niveaus besser kennenlernen kann. Die Einrichtungen sind perfekt zum Lernen und die anderen Menschen sind immer motiviert zu lernen. Wenn ich an meine Erfahrungen am ISK denke, fallen mir nur positive Dinge ein. Die letzten paar Monate dort zu studieren, war sehr gut und ich würde es auf jeden Fall jedem Interessierten empfehlen. Ich bin auf das ISK aufmerksam geworden, weil es in den ersten Ergebnissen auftaucht, wenn man nach Schulen sucht, in denen man in Hannover Deutsch lernen kann. Ich habe mir die Internetseiten und die Bewertungen bei Google angeschaut und sofort gemerkt, dass es sich um ein gutes Institut handelt.
Sie sind jetzt im C1-Kurs und werden demnächst auch am Prüfungstraining für die Prüfung telc C1 Hochschule teilnehmen. Warum werden Sie an dem Prüfungstraining teilnehmen?
Wie ich bereits erwähnt habe, besteht mein Ziel in diesem Land darin, mein Studium an der Universität fortzusetzen. Für die Einschreibung benötige ich die C1-Prüfung und möchte mich daher darauf vorbereiten.
Sie haben außerdem in der Vergangenheit an unserem Meet&Greet der Standardkurse teilgenommen, bei dem Sie Teilnehmende aus den anderen Kursen kennenlernen konnten. Wie finden Sie das Angebot und hat es Ihnen geholfen, Freundschaften zu schließen?
Das ist eines der Dinge, die mir am ISK am besten gefallen: Bei diesen Aktivitäten trifft man Menschen, die man in den Hallen gesehen hat, und Menschen, die man noch nie getroffen hat, die auf einem anderen Niveau sind. Ich denke, es sind sehr gute Aktivitäten und ich habe ohne Zweifel Menschen getroffen, mit denen ich mehrere Jahre lang befreundet sein werde.
Haben Sie auch an anderen Angeboten unseres Kulturprogramms teilgenommen wie der Weihnachtsfeier oder an einem unserer Ausflüge? Wie gefällt Ihnen das Kulturprogramm des ISK?
Vor allem die Weihnachtsfeier hat sehr viel Spaß gemacht, ebenso wie die Osterfeier. Die Lehrer spielen Spiele, die dabei helfen, das Eis zu brechen, und es macht sehr viel Spaß, andere Leute aus demselben Institut kennenzulernen.
Wir danken Ihnen für das Interview und wünschen Ihnen für Ihre Zukunft in Deutschland alles Gute.
Vielen Dank, dass Sie mich am Institut willkommen geheißen haben, dass Sie mir die Möglichkeit gegeben haben, Deutsch zu lernen, und dass Sie mir eine gute Erfahrung beschert haben. Ich werde Sie nie vergessen und ich werde mich immer an meine Lehrer erinnern.

Sherin Othman
Syrien

Sherin Othman
Syrien
Heute möchten wir euch Sherin Othman, 34 Jahre alt, aus Syrien vorstellen.
Liebe Sherin, dank der Otto Benecke Stiftung haben Sie ein Stipendium des Garantiefonds Hochschule erhalten und lernen nun seit 6 Monaten am ISK. Im Augenblick bereiten Sie sich im Prüfungskurs auf die telc C1 Hochschule Prüfung vor. Warum hatten Sie sich auf dieses Stipendium beworben?
Ich wollte finanziell unabhängiger sein, um mich auf meinen Spracherwerb konzentrieren zu können und die Möglichkeit haben, mich jeder Zeit von der Stiftung beraten zu lassen. Die Stiftung hat ein großes Netzwerk und hilft mir sehr beim Start ins Studium.
War es einfach, dieses Stipendium zu erhalten?
Es gibt viele Voraussetzungen, die man erfüllen muss, um das Stipendium zu bekommen. Es war nicht so einfach, z. B. muss man einen Sprachtest bestehen.
Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um das Stipendium zu bekommen?
Man muss zugewandert sein, junge Geflüchtete und Asylberechtigte (bis zum 30. Lebensjahr) können das Stipendium erhalten. Außerdem benötigt man die deutsche Hochschulreife, entweder durch ein begonnenes Studium im Herkunftsland, einen bereits absolvierten Bachelor oder einen Schulabschluss ähnlich wie das deutsche Abitur. Eventuell muss man vor dem Studium dann auf ein Studienkolleg gehen.
Wie hat Ihnen die Beratungsstelle von Caritas Hannover dabei geholfen, das Stipendium zu erhalten?
Ohne die Beratungsstelle hätte ich dieses Stipendium nicht bekommen. Sie haben mich beraten und über die notwendigen Unterlagen informiert und mich beim Ausfüllen des Antrages unterstützt und sie haben sogar den Antrag auf das Stipendium gestellt.
Wobei unterstützt Sie die Beratungsstelle von Caritas Hannover noch?
Wenn ich während des Kurses auf Probleme stoße oder Schwierigkeiten habe, stehen sie mir mit Rat und Tat zur Seite. Darüber hinaus haben sie mich dahingehend beraten, welche Studiengänge für mich relevant sind und auch bei der Bewerbungsphase bekomme ich ihre Unterstützung.
Sie haben bereits einen langen Lernweg hinter sich. Seit 2018 leben Sie in Deutschland und lernten bereits 2019 in einem Berufssprachkurs B2 am ISK. Aufgrund persönlicher Umstände mussten Sie den Kurs jedoch abbrechen, hatten aber immer Ihr Ziel vor Augen, Ihren Master und vielleicht sogar Ihren Doktor im Bereich Biologie in Deutschland zu machen. Was hilft Ihnen motiviert zu bleiben?
Man muss große Träume haben und sich große Ziele setzen. Es gibt ein Sprichwort in meiner Muttersprache: Greife nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, landest du zwischen den Sternen.
Welchen Tipp oder welche Tipps haben Sie für andere Deutschlernende, damit sie ihre Motivation nicht verlieren?
Die Sprache ist ein Mittel zum Zweck, um beruflich erfolgreich zu sein, um kommunizieren und um Kontakte zu knüpfen zu können und wenn man die Sprache des Landes nicht beherrscht, wird man unterschätzt und zieht sich in sich zurück. Deswegen sollte man immer sein Warum, seine Ziele vor Augen haben.
Sie haben eine kleine Tochter. Es ist sicherlich anstrengend, sich um das Kind zu kümmern und gleichzeitig Deutsch zu lernen. Wie schaffen Sie das?
Es ist natürlich sehr schwierig und manchmal war ich sehr frustriert, dass ich nicht wie die anderen so viel Zeit zum Lernen habe, aber ich versuche immer die Zeit aufzuteilen und nutze jede Gelegenheit um Deutsch zu lernen, z. B. höre ich mit meiner Tochter Kinderlieder auf Deutsch und neben der Hausarbeit versuche ich immer Deutsch zu hören.
Welchen Rat würden Sie anderen Teilnehmenden geben, die ebenfalls Kinder haben?
Online Unterricht ist ein tolle Möglichkeit für Teilnehmenden die Kinder haben und besonders im Krankheitsfall. Außerdem sollte man keine Angst davor haben, nach Unterstützung zu fragen.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre Zukunft in Deutschland. Vielen Dank für das Interview.

Jiayu Li
China

Jiayu Li
China
Heute möchten wir euch Jiayu Li vorstellen. Jiayu ist 22 Jahre alt und kommt aus China.
Hallo Jiayu, Sie kommen gerade von der mündlichen B1-Prüfung. Wie war sie?
Ich glaube, die Prüfung war ganz gut. Gestern fand ich das Hörverstehen schwierig.
In den Standardkursen von A1-B2.2 findet in der letzten Kurswoche immer eine Prüfung statt. Wie finden Sie das?
Ich finde das gut. Ich habe den ganzen Unterrichtsstoff vor der Prüfung noch einmal wiederholt. Es ist eine Bestätigung für mich. So weiß ich, was ich alles in den 8 Wochen gelernt habe.
Sie kommen aus China und sind seit ca. 4 Monaten in Hannover. Sie lernen bei uns im ISK Deutsch, um in Deutschland studieren zu können. Was möchten Sie studieren?
Ich möchte gerne Sinologie in Deutschland studieren. Am liebsten in Heidelberg. Die Stadt ist zwar kleiner als Hannover, aber die Universität soll sehr gut sein.
Wie lange lernen Sie dann noch bei uns?
Ich lerne noch bis B2 und danach möchte ich mich auf die DSH-Prüfung vorbereiten. Für mein Studium brauche ich DSH 2.
2020 bieten wir im ISK auch wieder DSH-Vorbereitungskurse an. Wir empfehlen dafür aber ein C1-Sprachniveau.
Okay. Das ist gut.
Warum haben Sie sich für Hannover als Stadt zum Deutschlernen entschieden?
Viele Freunde aus meiner Heimat haben mir Hannover und das ISK empfohlen, deshalb bin ich jetzt in Hannover. Es gefällt mir hier auch sehr gut.
Welche Orte mögen Sie in Hannover und Umgebung?
Ich mag die Altstadt. Letztens war ich auch beim Schloss Marienburg.
Ach ja, das haben Sie im Rahmen unseres Kulturprogramms besichtigt. Wie war das? Warum haben Sie daran teilgenommen?
Das war so schön. Ich finde es gut, dort noch andere Teilnehmer kennen zu lernen. Ich habe auch beim anderen Ausflug, der Kanufahrt, teilgenommen. Ich habe beim ISK schon einige neue Freunde aus vielen unterschiedlichen Ländern gefunden.
Kennen Sie auch unser Meet&Greet?
Nein, aber ich weiß, dass es das gibt. Beim nächsten Mal bin ich dabei.
Das nächste Meet&Greet mit Spielen und Gesprächen für alle Teilnehmer der Standardkurse findet am 08.11.2019 statt. Viel Spaß!
Ich freue mich. Danke!

Srdan Vukovic
Bosnien

Srdan Vukovic
Bosnien
Heute möchten wir euch Srdan Vukovic vorstellen. Srdan ist 33 Jahre alt und kommt aus Bosnien.
Hallo Srdan, in welchem Kurs und seit wann lernen Sie bei uns?
Ich lerne im DeuFöV Berufssprachkurs für nichtakademische Gesundheitsberufe seit dem 03.06.2019. In diesem Deutschkurs lernen wir vor allem fachliche Begriffe und Redewendungen für die Arbeit in der Pflege und wie wir sie anwenden.
Dann sind Sie von Beruf Krankenpfleger. Ist das richtig?
Ja, ich habe nach meiner Ausbildung zum Zahntechniker eine Umschulung als Krankenpfleger in meiner Heimat Bosnien gemacht. Momentan arbeite ich neben dem Deutschkurs im Pflegeheim Haus am Weddigenufer, ein Heim für Suchterkrankte. Ich bin dort Pflegefachkraft in Anerkennung.
Lernen und Arbeiten stelle ich mir anstrengend vor.
Ja, ich habe eine 38,5 Stunden-Arbeitswoche. Nach dem Deutschkurs arbeite ich nachmittags im Pflegeheim. Das ist auch praktisch, denn ich kann alles, was ich morgens im ISK lerne, nachmittags anwenden. Auch wenn es anstrengend ist, weiß ich ja, wofür ich das mache. Ich möchte, dass meine Ausbildung aus Bosnien anerkannt wird, damit ich hier als ausgebildeter Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten kann. Mein Kollege Bojan aus Serbien hat dieselbe Belastung wie ich. Wir lernen zusammen im Deutschkurs, arbeiten und wohnen auch zusammen.
Wie sind Sie nach Deutschland gekommen?
Ich habe mich schon früh für ein Leben in Deutschland interessiert, deshalb habe ich auch in Bosnien die Umschulung als Krankenpfleger gemacht. Die Chancen zur Anerkennung in dem Beruf sind gut in Deutschland. Nach der erfolgreichen Ausbildung habe ich mich für das TWP (Triple Win Project) beworben und wurde angenommen. Weil ich mit Hannover, in eine beliebte Region wollte, musste ich ca. 1 Jahr auf meine Arbeitsstelle warten. Die Zeit habe ich genutzt, um mein Deutsch noch mehr zu verbessern.
Sie sprechen schon sehr gut! Als Sie dann eine Zusage aus Deutschland bekamen, wie genau wurde Ihnen geholfen?
Frau John vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Hannover, meinem Arbeitgeber, ist meine Ansprechpartnerin. Sie kümmert sich um alle Dokumente und hat alles organisiert: die Hospitationstermine, die Anreise, die Unterkunft und den Sprachkurs hier beim ISK. Sie hat sogar ein Bankkonto mit mir eröffnet. Zurzeit hilft sie sogar meiner Verlobten nach Deutschland zu kommen und ihre Ausbildung anerkennen zu lassen. Sie ist eine große Unterstützung.
Mit Frau John waren wir auch in stetem Kontakt und haben mit ihr alle Details zum Kurs besprochen. Im November schließt der DeuFöV-Kurs für nichtakademische Gesundheitsberufe mit der telc-Prüfung Deutsch B1 B2 Pflege ab. Was machen Sie danach?
Der Deutschkurs für Pflegekräfte im ISK, in dem wir auch interkulturelle Kompetenzen erwerben und das deutsche Gesundheitswesen kennenlernen, sowie die Prüfung sind sehr wichtig für unsere berufliche Anerkennung. Danach geht es für mich und meinen Kollegen mit dem Anpassungslehrgang weiter.
Das klingt nach einer aufregenden Zeit. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre Zukunft in Deutschland. Vielen Dank für das Interview.
Nichts zu danken.

Hiba Hamid
Sudan

Hiba Hamid
Sudan
Heute stellen wir euch Hiba Hamid vor. Hiba ist 35 Jahre alt und kommt aus dem Sudan.
Hallo Hiba, Sie lernen gerade bei uns im achtwöchigen Intensivkurs Mittelstufe I (B2.1).
Hallo. Das ist richtig. Ich habe letztes Jahr auch schon im ISK gelernt, aber dann bin ich für kurze Zeit in meine Heimat, den Sudan, zurückgekehrt und habe dort meine Familie besucht und geheiratet.
Herzlichen Glückwunsch! Jetzt lernen Sie bei uns weiter. Was finden Sie am schwierigsten an der deutschen Sprache?
Es ist schwierig beim Sprechen auf die Grammatik zu achten. Beim Schreiben geht das besser. Ich finde Kommunikation sehr wichtig.
Wie versuchen Sie sich zu verbessern? Haben Sie Tipps für andere Teilnehmer?
Wir können unsere Lehrerin im Kurs immer fragen und sie gibt uns auch Tipps, woran wir noch arbeiten können. Ich wiederhole viel zu Hause. In meinem letzten Kurs haben wir eine Lerngruppe gebildet und sind in die Bibliothek zum Lernen gegangen. Das war auch gut.
Als was haben Sie im Sudan gearbeitet?
Ich habe dort sechs Jahre als Ärztin im Krankenhaus gearbeitet.
In welcher Fachrichtung?
Neurologie. Der Fachbereich ist sehr interessant. Es ist sehr spannend und nie langweilig. Man muss oft bei den Patienten in sehr viele Richtungen denken bis man die richtige Diagnose stellen kann.
Das kann man sich vielleicht wie ein Puzzle vorstellen, das aus vielen einzelnen Puzzleteilen zusammengesetzt wird.
Ja, richtig. Diese Arbeit ist auch stressig. Aber das ist ein positiver Stress für mich.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, in Hannover zu leben?
Als Neurologin habe ich auch in Saudi-Arabien gearbeitet und das Krankenhaus dort hatte Kontakt zum INI, eine neurochirurgische Privatklinik in Hannover. Ich habe viele Patienten dorthin überwiesen, deshalb hatte ich den Wunsch, auch nach Hannover zu ziehen. Ich möchte hier sehr gerne arbeiten.
Wir bieten Wochenendkurse für Mediziner an. Dort werden Fachsprachkenntnisse vertieft und Arzt-Patienten- und Arzt-Arzt-Gespräche simuliert. Könnten Sie sich vorstellen, daran teilzunehmen? Der nächste Kurs beginnt im August.
Ja, das kann ich mir gut vorstellen.
Wie sehen Sie Ihre Zukunft in Deutschland?
Ich würde gerne in einem Krankenhaus als Neurologin arbeiten. Leben möchte ich lieber in der Region Hannover, nicht im Zentrum wie jetzt. Ich mag es ruhiger und ländlicher.
Wir wünschen Ihnen dafür alles Gute!
Danke!

Tetsuri Kato
Japan

Tetsuri Kato
Japan
Heute stellen wir euch Tetsuri Kato vor. Er ist 37 Jahre alt und kommt aus Japan.
Hallo Tetsuri, schön, dass Sie hier sind.
Danke!
Sie kommen aus Japan und leben jetzt in Hannover. Was hat Sie nach Deutschland geführt?
Richtig. Ich lebe seit drei Monaten mit meiner Frau zusammen in Deutschland, weil ich an der Uni Hildesheim als Gastprofessor arbeite. Ich werde für zwei Jahre in Deutschland bleiben. In Japan studierte ich Deutsche Philosophie an der Universität in Nagoya und danach arbeitete ich auch als Professor dort.
Gleich zu Beginn möchte ich Sie gern auf Ihre Kleidung ansprechen, weil sie so auffällig ist. Was genau tragen Sie?
Das ist eigentlich die Arbeitskleidung für buddhistische Mönche. Sie ist sehr gemütlich. Ich bin Buddhist, aber kein Mönch. Während meiner Master- und Doktorarbeitszeit wohnte ich in Japan in einem Tempel. Dort trug man diese Kleidung und ich trage sie auch hier im Alltag, weil ich mich daran gewöhnt habe.
Ist Ihnen nicht kalt bei den winterlichen Temperaturen, die wir gerade haben? Sie tragen offene Schuhe.
Nein, im Tempel habe ich Zen-Meditation gelernt und dadurch erfahre ich innere Wärme, deshalb ist mir nicht kalt. Ich habe also eine innere Heizung. Aber diese Frage stellen mir viele Menschen auf der Straße. Letztens im Park fragte mich sogar eine ältere Dame, ob sie mir Socken kaufen solle.
Momentan besuchen Sie einen C1-Kurs bei uns im ISK. Gibt es Unterschiede zum Sprachunterricht in Japan?
Hier im ISK ist der Kurs so lebendig. Es gibt große Unterschiede zu den Sprachkursen in Japan. Dort wird viel Wert auf Grammatik und Wortschatz gelegt. Die Lehrer sehen sich eher als Forscher oder Wissenschaftler und sie sind keine Muttersprachler. Es wird viel kommuniziert, ich verbessere sehr mein Hörverstehen und meine mündliche Kommunikationsfähigkeit. Wir reden und diskutieren vor allem viel. Wir sprechen in der Gruppe über viele interessante Themen aus Politik, Wirtschaft und dem alltäglichen Leben. Der Unterrichtsstoff ist sehr umfangreich.
Wie gefällt ihnen Ihre Lerngruppe?
Wissen Sie, Japan ist ja ein Inselstaat, da lernt man wenig fremde Menschen kennen. Aber hier im ISK sind so viele Leute aus anderen Ländern, z.B. aus dem Irak, aus China, Russland oder Tunesien. Es ist sehr spannend und unterhaltsam in meinem Kurs mit Leuten, die aus anderen Kulturen kommen, über ein Thema zu diskutieren.
Wir freuen uns auch immer über so interessante internationale Kurse. Vielen Dank für Ihre Zeit und alles Gute für die Zukunft mit Ihrer Familie!
Danke!

Izabela Jolanta Wydmuch
Polen

Izabela Jolanta Wydmuch
Polen
Heute stellen wir euch Izabela Jolanta Wydmuch vor. Sie ist 38 Jahre alt und kommt aus Polen.
Vielen Dank, Izabela, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben. Sie kommen aus Polen. Seit wann sind Sie schon in Deutschland?
Ich bin seit 3 Jahren und ein paar Monaten in Deutschland.
Welche Sprachkurse haben Sie vor DeuFöV B2 gemacht und wo sehen Sie Unterschiede zwischen den Kursen?
Ich habe einen Integrationskurs besucht und dann schon mal einen DeuFöV B2 Kurs. Jetzt mache ich ihn zum zweiten Mal, aber zum ersten Mal im ISK. Hier gefällt es mir richtig gut. Es ist ein großer Unterschied von B1 zu B2, man muss z.B. viel mehr Grammatik lernen und einen größeren Wortschatz aufbauen.
Üben Sie auch Zuhause?
Ja, natürlich, ich lese Bücher, meistens Kinderbücher. Da lerne ich auch den Satzbau, aber die Themen sind einfach zu verstehen. Ich höre auch deutsches Radio oder gucke Fernsehen, ich habe gar keine polnischen Sender. Aber am besten lerne ich bei der Arbeit Deutsch. Seit 2 Monaten arbeite ich in einem Bio-Supermarkt. Beim Sprechen mit den deutschen Kollegen lerne ich dort sehr viel.
Wann arbeiten Sie denn neben dem Sprachkurs noch?
Ich gehe jeden Morgen um 6 Uhr zur Arbeit, sodass ich um 13.15 Uhr am DeuFöV Kurs teilnehmen kann. Das ist sehr anstrengend. Aber die Arbeit gefällt mir sehr gut und ich möchte nach dem Sprachkurs dort in Vollzeit weiterarbeiten, deshalb mache ich das gerne. Ich finde arbeiten wichtig, ich habe etwas zu tun und sitze nicht nur Zuhause in meiner Wohnung.
Haben Sie dann überhaupt noch Freizeit? Wenn ja, was machen Sie dann?
Sonntags habe ich zum Glück den ganzen Tag frei. Ich fahre sehr gern Fahrrad, z.B. zum Maschsee.
Das neue Jahr hat gerade begonnen, haben Sie sich etwas vorgenommen?
Eigentlich hat sich schon alles so entwickelt, wie ich es mir gewünscht habe. Ich werde bald in eine andere Wohnung ziehen und ich habe eine Arbeit, die mir Spaß macht. Vielleicht möchte ich einen tollen Urlaub machen.
Das hört sich gut an. Wir wünschen Ihnen alles Gute für das neue Jahr und Ihre Zukunft.
Vielen Dank!

Hari Banjde
Nepal

Hari Banjde
Nepal
Heute stellen wir euch Hari Prasad Banjde vor. Er ist 56 Jahre alt und kommt aus Nepal.
Hari, Sie lernen seit Februar dieses Jahres bei uns im ISK und besuchen momentan das 8. Modul des Alphabetisierungskurses.
Ja, richtig. Ich wohne und arbeite seit über 20 Jahre in Deutschland. Die Ausländerbehörde hat mir gesagt, dass ich einen Kurs besuchen soll, um das Sprachniveau B1 nachzuweisen. Es geht für mich um eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis.
Sie sind seit 1996 in Deutschland, reisen Sie noch oft zurück nach Nepal?
Ja, einmal im Jahr besuche ich meinen Vater.
Wie halten Sie sonst Kontakt zu Ihrer Heimat?
Ich benutze Facebook oder Viber. Das geht gut.
Haben Sie hier in Hannover auch Kontakt zu anderen Nepalesen?
Ja, es gibt zwei nepalesische Feste, zu denen sich ca. 200 Nepalesen in Hannover treffen und diese gemeinsam im Restaurant feiern.
Sie gehen vormittags zum Sprachkurs und was machen Sie nachmittags?
Ich arbeite in Vollzeit als Koch in einem italienischen Restaurant in der List. Der Sprachkurs endet um 12.15 Uhr und um 13 Uhr beginnt meine Arbeitszeit.
Das verdient Respekt. Es ist sicher sehr anstrengend. Lernen Sie im Kurs etwas, das ihnen bei der Arbeit in der Küche hilft?
Ich verstehe schon viel Deutsch, im Kurs möchte ich hauptsächlich das Lesen und Schreiben verbessern. In meiner Heimat war ich leider nur 4 Jahre in der Schule. Ich musste jeden Tag 2 Stunden zu Fuß zur Schule gehen.
Wir haben noch eine Idee für Sie, wenn Sie mehr zur Kommunikation am Arbeitsplatz lernen möchten. Wir bieten nämlich auch vom BAMF geförderte Berufsbezogene Deutschkurse an. Vielleicht kommt das nach Ihrem Integrationskurs für Sie noch in Frage.
Ja, danke, das ist gut.
Wir danken Ihnen für das Interview!

Gabrielle Pomeranz
USA

Gabrielle Pomeranz
USA
Heute möchten wir euch Gabrielle vorstellen. Sie ist 18 Jahre alt und kommt aus Florida, in den USA.
Hallo Gabrielle. Du kommst aus den USA. Warum bist du nach Deutschland gekommen?
Ich will Englischlehrerin werden, aber ich mag das amerikanische Bildungssystem nicht. Es ist zu standardisiert. Deshalb möchte ich in Deutschland als Lehrerin arbeiten.
Ist das der Grund, warum du Deutsch lernst?
Ja, ich habe vor 3 Jahren entschieden, dass ich eine Fremdsprache lernen will. Ich wollte irgendwohin, wo es vom Wetter her auch mal kälter ist. Aber nicht so kalt wie in Finnland zum Beispiel. Auch wenn das Bildungssystem dort sehr gut ist. Da hat Deutschland für mich gut gepasst.
Du hast unser Servicepaket „Deutsch für das Studium“ gebucht. Was ist das?
Im Paket legst du fest, wie viele Kurse du insgesamt machen möchtest. Bei mir waren das B2.1, B2.2, C1 und eine TestDaF-Vorbereitung plus Prüfung.
Warum hast du dich für das Paket entschieden?
Ich habe es gewählt, weil ich wusste, dass ich auf jeden Fall TestDaF machen muss. Zudem ist es günstiger, als wenn man die Kurse einzeln bucht. Außerdem ist es ein Bonus, dass man kostenlos auf Ausflüge beim Kulturprogramm gehen kann und dass jemand mir bei Fragen zur Seite steht, zum Studium oder zur Bewerbung. Das fand ich toll!
Fühlst du dich im ISK gut aufgehoben und beraten?
Ja, ich fühle mich wirklich wohl. Jeder Lehrer hat mir gesagt, dass ich immer Fragen stellen kann und meine Lehrerin hat mir sicher schon 1000 Fragen beantwortet.
Welche Ausflüge mochtest du am liebsten?
Ich war sehr gerne im Schloss Marienburg. Ich mag Geschichte sehr, die Burg war wunderschön und die Geschichte war faszinierend. Aber auch das Kanufahren war super, weil wir so viel reden und etwas von Hannover sehen konnten. Das war cool!
Was würdest du dir noch wünschen?
Ich würde mir noch mehr Ausflüge wünschen, weil man meistens nur im Kurs oder dort Deutsch spricht. Vor allem die Teilnehmer, die allein nach Deutschland kommen. Und es ist eine Chance, Hannover kennenzulernen.
Da habe ich eine gute Nachricht für dich. Nächstes Jahr wird es zu jedem Kursstart ein Meet&Greet geben, auf dem sich die Teilnehmer kennenlernen können.
Das ist richtig super für die Teilnehmer!
Das finden wir auch. Und dir danken wir, dass du dir heute Zeit genommen hast.
Sehr gerne!

Sabrine Ben Salem
Tunesien

Sabrine Ben Salem
Tunesien
Heute stellen wir euch Sabrine vor. Sie ist 30 Jahre alt und kommt aus Tunesien.
Hallo Sabrine, Sie sind jetzt im DeuFöV Mediziner Kurs. Wie haben Sie von diesem Kurs erfahren?
Mein Sachbearbeiter im Jobcenter hat ihn im Internet gefunden und mir empfohlen.
Haben Sie auch selbst im Internet recherchiert, z.B. auf der ISK-Homepage?
Ja, ich habe mich auf der ISK-Homepage informiert. Ich habe gelesen, wie der Ablauf des Kurses ist, wie das ISK-Gebäude aussieht und wo ich es finden kann. Ich habe mir auch durchgelesen, was die Leute über das ISK sagen. Das war gut, deshalb hatte ich auch ein gutes Gefühl.
Jetzt ist der Kurs, den Sie besuchen, nur für Mediziner. Was genau ist das Besondere daran?
Es ist ein sehr wichtiger Kurs für uns ausländische Mediziner. Wir lernen Fachbegriffe, den Alltag in deutschen Krankenhäusern kennen, das Führen von Anamnesegesprächen mit Patienten oder auch Angehörigen. Wir lernen auch wie ein Gespräch mit Kollegen aussieht. Der Kurs hat mir bis jetzt schon viel geholfen.
Was ist das Schwierigste an diesem Kurs?
Die deutschen Begriffe für Krankheiten. Sie sind sehr, sehr lang.
Sowas wie Magenschleimhautentzündung?
Ja, richtig! Die lateinischen Begriffe sind nicht schwer für mich, die kenne ich ja alle aus meinem Studium.
Dann hilft Ihnen der Kurs insbesondere für die Arzt-Patientenkommunikation. Haben Sie im Kurs schon nette Teilnehmer kennengelernt?
Ja, und das ist auch so wichtig. Ich hatte vorher immer das Gefühl, dass ich alleine bin, weil ich keine anderen ausländischen Mediziner in Deutschland kannte. Ich wusste nicht, was genau meine nächsten Schritte für meine berufliche Zukunft sind. Aber jetzt kann ich mich mit den anderen Kursteilnehmern austauschen. Wir sprechen über die Unterlagen für die Anerkennung oder über Erfahrungen bei Hospitationen.
Können Sie sich denn vorstellen im Krankenhaus auch nach der Facharztausbildung zu arbeiten oder haben Sie den Wunsch in einer Praxis zu arbeiten?
Ich finde die Arbeit im Krankenhaus sehr interessant. Das kann ich mir gut vorstellen. Aber vielleicht möchte ich auch später mal in einer Praxis arbeiten. Das weiß ich noch nicht genau.
Was glauben Sie, was machen Sie in 5 Jahren?
Ich hoffe, dass ich dann meine Approbation habe und mit meiner kleinen Familie weiterhin glücklich hier in Deutschland lebe.
Danke, dass Sie so viel von sich erzählt haben. Viel Erfolg für die Fachsprachprüfung und Ihre berufliche Zukunft!
Danke!

Neda Sheikhmiri
Iran

Neda Sheikhmiri
Iran
Heute möchten wir euch Neda Sheikhmiri vorstellen. Neda ist 38 Jahre alt und kommt aus dem Iran.
Hallo! Wie heißen Sie und wie geht es Ihnen?
Mir geht es gut, danke! Mein Name ist Neda und ich komme aus dem Iran.
Wie lange lernen Sie bei uns Deutsch?
Ich lerne seit zwei Monaten am ISK.
Welchen Kurs besuchen Sie?
Ich besuche den Integrationskurs. Wir sind gerade mit dem Niveau A1 fertig geworden.
Finden Sie, dass die deutsche Sprache schwierig ist?
Ich finde die Sprache sehr schwer.
Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach dem ISK?
Ich möchte studieren. Wenn das nicht klappt, möchte ich arbeiten. Ich finde es wichtig, einen Beruf zu haben.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich gehe gerne spazieren. Außerdem höre ich gerne Musik und lese Bücher.
Gefällt Ihnen Hannover?
Ja. Hannover ist eine schöne Stadt. Ich mag den Maschsee, vor allem dann, wenn die Sonne scheint.
Vermissen Sie Ihre Heimat?
Ja, ich vermisse meine Heimat. Trotzdem möchte ich vorerst nicht zurück. Ich fühle mich hier sehr wohl und möchte mein Deutsch noch verbessern.
Dann sind Sie bei uns genau richtig! Vielen Dank für das Gespräch.