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| Fortbildungs-Archiv |
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| Bericht vom Workshop " Interkulturelle Kompetenzentwicklung" |
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| Thema: ..."Angst essen Wörter auf"... |
| Referentin: Uschi Huber, M.A., Institut für Interkulturelle Didaktik (IKUD), Göttingen |
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| Die kulturelle Vielfalt in Sprachkursen ist für viele Dozenten Bereicherung und Herausforderung zugleich. Im Rahmen des eintägigen Seminars setzten wir uns mit dem Begriff "Kultur" auseinander, für den es über 150 verschiedene Definitionen gibt. Des weiteren wurden sowohl kulturelle Besonderheiten thematisiert als auch verschiedene Methoden zur interkulturellen Arbeit im Fremdsprachenunterricht für die Niveaustufen A1 – C des Europäischen Referenzrahmens vorgestellt und erprobt. Im Folgenden werden drei Methoden zur interkulturellen Arbeit in DaF-Gruppen vorgestellt. |
| Die Raumscala: |
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Bei der Übung "Raumskala" positionieren sich die Teilnehmer zu verschiedenen Fragestellungen entlang einer gedachten Scala im Raum. Die Fragen wählt der Kursleitende je nach Gruppenzusammensetzung und Gruppenphase aus. So lässt sie sich in der Anfangs-
phase zum Kennenlernen und als lebendiger Einstieg
in ein neues Thema einsetzen. |
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| Beispiel-Fragen: |
| Wie weit ist deine Anfahrt zum Kurs? |
Hast du schon einmal einen Sprachkurs besucht?
Wie viele gute ausländische Freunde hast du? |
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| Der Kulturfragebogen: |
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| Über den Kulturfragebogen, der für eigene Verhaltensweisen sensibilisieren sollte, kamen wir zu den Kulturstandards. Zum Einstieg dienten Aussagen von Menschen aus anderen Kulturen über typische Verhaltensweisen von Deutschen dazu, deutsche Kulturstandards zu finden. Diese Aussagen wurden Überschriften zugeordnet. |
| Unter der Überschrift Sachorientierung wurden folgende Aussagen zusammengefasst: |
| Gute Spezialisten, Qualifikation ist wichtig, rational und vernünftig, Objektivität, kommen sofort zum Punkt, Autos sind heilig… |
Weitere Kulturstandards der deutschen nach den vorliegenden Aussagen sind: Wertschätzung von Strukturen und Regeln, Regelorientierte, internalisierte Kontrolle, Zeitplanung, Trennung von Persönlichkeits-
und Lebensbereichen, Schwacher Kontext als Kommunikationsstil. Diese Übung konfrontiert mit eigenen Verhaltensmustern, schärft die Wahrnehmung und regt den Austausch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Herkunftskultur an. |
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| Die Abels und die Bebels |
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| Im Anschluss erprobten wir eine Übung für Gruppen, die Spaß am Rollenspiel haben. Dabei wird eine Situation vorgegeben, in der zwei Gruppen, nämlich die "Abels und die Bebels" ihre verschiedenen Standpunkte zu einer Frage – hier Rauchverbot für öffentliche Räumlichkeiten ja oder nein – vertreten sollen. Dabei befolgen die Gruppen unterschiedliche Kommunikationsregeln. |
Die Abels pflegen einen indirekten Kommunikationsstil, verwenden viele Beispiele, drücken Ablehnung höflich umschreibend aus, verwenden Gleichnisse und Sprichwörter, unterbrechen andere nicht usw.
Die Bebels kommunizieren eher direkt: Sie äußern ihre Meinung zu Beginn ihres Wortbeitrages, verwenden keine Beispiele, drücken Ablehnung mit "nein" aus, gehen mit ihren Antworten meistens direkt auf die Frage ein usw.
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Die Kommunikationsübung "Abels und Bebels" sensibilisiert für unterschiedliche Kommunikations-
stile und ist ein lebendiges Sprechtraining. |
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| Eine gelungene Fortbildung, in der die Referentin Uschi Huber genügend Raum bot für den Austausch der Teilnehmerinnen untereinander. |
| Wenn Sie Kontakt zur Referentin aufnehmen möchten oder selbst an einer Fortbildungsveranstaltung interessiert sind, wenden Sie sich bitte an : |
Institut für Sprachen und Kommunikation
Martina Ostmeyer
Pädagogische Leitung
Martina.Ostmeyer isk-hannover.de |
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