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| Fortbildungs-Archiv |
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| Bericht vom Workshop "...geschönt oder ehrlich..." |
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Bewerbungen und Vorstellungsgespräche |
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Michael Witzke, Personalberater bei Intertemps und |
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Ulf Herrmann, Recruiter bei Amadeus Fire |
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| Die Fortbildung gliederte sich in zwei Teile: |
- Schriftliche Bewerbungen (Referent Michael Witzke): "Der erste Eindruck zählt!!!"
- Vorstellungsgespräche (Referent Ulf Herrmann)
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| 1. Die schriftliche Bewerbung |
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| Anschreiben/Motivationsschreiben |
Getreu dem Motto „Der erste Eindruck zählt“ ist bei Bewerbungen die Einhaltung der Formalien sowie ein fehlerfreies Anschreiben und ein lückenloser Lebenslauf obligatorisch. Der Bewerber gibt an dieser Stelle seine Visitenkarte ab, der Personaler trennt die vielversprechenden Bewerbungen von den uninteressanten. Nicht zuletzt vermittelt eine sorgfältig erstellte Bewerbung, dass der Bewerber sie wirklich ernst meint und nicht etwa nur eine Auflage vom Jobcenter erfüllt. Dazu gehört auch eine fehlerfreie Bewerbung abzugeben. Sind die Deutschkenntnisse dafür nicht ausreichend, sollte man sich unterstützen lassen.
Wichtige Informationen im Anschreiben sind: die eigenen Adress- und Kontaktdaten, worauf bewerbe ich mich, was sind meine für den Job wesentlichen Qualifikationen, welche Gehaltsvorstellung habe ich, wann stehe ich zur Verfügung. An dieser Stelle gibt Michael Witzke den Tipp, sein Anschreiben als Motivationsschreiben zu gestalten, also zu präsentieren, warum ich die Richtige für diesen Job bin. |
| Lebenslauf |
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Im Lebenslauf müssen die Zeitangaben auf den Monat genau erfolgen, informativ ist, wenn man hinter der Berufsbezeichnung
die Tätigkeits- und Verantwortungsbereiche aufzählt. |
Bei der Nennung von Sprachkenntnissen darf die Spezifizierung
"in Wort und/oder Schrift" nicht fehlen, sowie ob es sich um Grundkenntnisse oder fortgeschrittene Kenntnisse handelt. Achtung: Mit den Niveaustufen des Referenzrahmens können die meisten Personalauswähler noch wenig anfangen. Gerade bei Bewerbern oder Bewerberinnen mit kleinen Kindern ist es empfehlenswert, in den Lebenslauf aufzunehmen, dass die Kinderbetreuung gewährleistet ist. |
| Die Empfehlung für den Aufbau des Lebenslaufes lautet: bei wenig Berufserfahrung klassisch chronologisch aufbauen, bei viel Berufserfahrung umgekehrt chronologisch, der Schulabschluss ist obligatorisch. (Beispiellebenslauf) |
| Bewerbungsfoto |
| Das Foto ist nach wie vor ein wesentliches Element der Bewerbung, auch wenn es nach dem AGG nicht mehr eingefordert werden darf. Deswegen gilt in jedem Fall ein professionell erstelltes Bewerbungsfoto als obligatorisch. |
| Bewerbung per e-mail |
| Als Richtlinie gilt: nicht mehr als 2 Megabytes verschicken, Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse am besten als PDF-Format verschicken und dabei die Zeugnisse in einer PDF zusammenfassen. |
| Initiativbewerbung |
| Da ca. mehr als 60% der Stellen ohne Ausschreibung vergeben werden, ist die Initiativbewerbung aussichtsreich. Am besten als Kurzbewerbung mit Anschreiben auf der Vorseite und Lebenslauf auf der Rückseite, oder als Bewerbungsflyer. Dieser kann großzügig an Unternehmen verteilt werden und ist vor allem im gewerblichen Bereich zu empfehlen. |
| 2. Das Vorstellungsgespräch |
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| Unpünktlichkeit ist beim Vorstellungsgespräch durch nichts zu entschuldigen. Offenbar gibt es immer wieder Bewerber, denen das nicht einsichtig ist. |
| Gut vorbereitete Bewerber sollten sich über die Firma informiert haben. Und in der Lage sein, ihren persönlichen Werdegang strukturiert darzustellen. Das heißt, möglichst flüssig vorzutragen, warum ich welchen Job ergriffen bzw. welche Fortbildung gemacht habe und mich als Akteur meiner beruflichen Biographie präsentieren. |
| Die Antwort auf Fragen nach meinen Stärken und Schwächen sollte mit Beispielen aus dem beruflichen Alltag verknüpft werden. Bei den Schwächen sollte eher über die Potenziale gesprochen werden: Wo habe ich noch Entwicklungsmöglichkeiten? Woran möchte ich arbeiten? |
| Die Gesprächsführung sollte man dem Personaler überlassen, eine zu dominante Rolle des Bewerbers im Vorstellungsgespräch wird nicht geschätzt. Als eigene Fragen zum Ende des Gespräches bieten sich Fragen nach der Einarbeitung oder nach der Gestaltung des Arbeitsplatzes an. |
| Bewerberinnen mit Migrationshintergrund und entwicklungsfähigen Deutschkenntnissen haben im kaufmännischen Bereich Chancen in der Buchhaltung, wo Berufserfahrung und Kenntnisse im mathematischen Bereich die wesentliche Rolle spielen und perfekte Sprachkenntnisse eher zweitrangig sind. |
Insgesamt war es eine kurzweilige und lehrreiche Veranstaltung, bei der die Lehrinhalte in unserem Bewerbungstraining überprüft werden konnten. Interessant war der der Austausch mit den Referenten, die einen Einblick in ihr tägliches Geschäft der Personalauswahl gaben. |
| Wenn Sie Kontakt zu den Referenten aufnehmen möchten oder selbst an einer Fortbildungsveranstaltung interessiert sind, wenden Sie sich bitte an: |
Institut für Sprachen und Kommunikation
Martina Ostmeyer
Pädagogische Leitung
Martina.Ostmeyer isk-hannover.de |